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Abschlussveranstaltung Projekt „Klima macht Schule“
des Flecken Adelebsen an der Grundschule
Wie können Kinder sich mit Klimaschutz beschäftigen und über das Lernen hinaus sogar aktiv etwas dazu beitragen? Diese Frage stand seit 2022 im Mittelpunkt des Projekts „Klima macht Schule“, dass an der Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule des Flecken Adelebsen über vier Jahre durchgängig lief. Die Energieagentur Region Göttingen e.V. hat die Schule dabei im Auftrag des Flecken begleitet – mit vielen kreativen Ideen, Experimenten und Aktionen rund um die Themen Energie, CO₂ und Klimaschutz. Zum Ende des Jahres lief das von der Gemeinde beauftragte und vom Bund geförderte Grundschulprojekt aus.
Unter dem Motto „Klima retten! Schule checken!“ haben vier Jahrgänge von Schüler:innen der jeweils 4. Klassen gemeinsam mit Lehrkräften und Hausmeistern herausgefunden, wo im Schulalltag Energie gespart und das Klima geschützt werden kann – und wie kleine Veränderungen Großes bewirken können. Zusammenhänge haben sich die Kinder mit den Themenfeldern Energieversorgung und Energiesparen, Klimaschutz und Klimawandel nicht nur für ihre Region, sondern auch mit Blick in die große Welt erschlossen.
Nach vier Jahren voller Engagement und spannender Entdeckungen gab es zum Jahresende für alle Beteiligten in der Adelebser Grundschule eine große und bunte Abschluss-veranstaltung. Mit dabei alle Schüler:innen der aktuell drei 4. Klassen und ihre Klassenlehrerinnen, Schulleiterin Margrit Wolter und Sascha Reuleke als Leiter der zentralen Dienste und Finanzen in Vertretung von Bürgermeister Holger Frase. Präsent waren natürlich auch Hausmeister Michael Kassner, die projektunterstützende EAM mit Stefanie Schäfer aus der Öffentlichkeitsarbeit sowie Steffani Wirth von der Energieagentur Region Göttingen.
Die Abschlussveranstaltung in der Mensa gab Anlass, gemeinsam auf Erlebnisse und Ergebnisse zurückzublicken. Die Schüler:innen selber berichteten in einem kleinen Interview von den vielfältigen Aktionstagen, dem Arbeiten in Energie-Teams sowie den Schul-Rundgängen mit ihrem Hausmeister zur Energieversorgung der eigenen Schule. So wurde Klimaschutz anschaulich und Energieherstellung sowie -nutzung tatsächlich greifbar und damit für die Schüler:innen begreifbar.
Für die Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule gab es in den Projektjahren auch eine besondere Konstellation. Die parallellaufende energetische Sanierung des eigentlichen Grundschul-gebäudes bot immer wieder die perfekte Anschauung zum laufenden Projekt von „Klima macht Schule“. Die während der Umbauphase nebenan in der alten Albert-Schweitzer-Schule untergebrachten Grundschüler lernten die dortige alte Heizanlage, die mit einem fossilen Energieträger funktioniert, kennen. Und parallel konnten sie den Einbau der neuen Heizung in ihrem eigentlichen Schulgebäude verfolgen, die die sanierte Grundschule nun mit einer Tiefen-Geothermie und einer Wärmepumpe versorgt. Gleichzeitig konnten die Kinder „live“ erleben, wie sich ihre gesamte Schule „einen Pulli“ aus Dämm-Material angezogen hat – und die Wärme damit künftig besser im Gebäude bleibt. Anschaulicher geht es nicht …
Zum Ende jedes Schuljahres erhielt die Adelebser Grundschule eine von den unterstützenden Sponsoren EAM und Rewe/Jan Kaiser bereitgestellte finanzielle Prämie für alle Aktivitäten im Rahmen des Projektes. Bei der Prämienübergabe im vergangenen Sommer sagte Bürgermeister Holger Frase an die Schüler:innen gewandt: „Wir haben eure Schule jetzt wieder richtig fit gemacht! Und … in der Schule ist es heute nicht mehr allein wichtig, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, sondern möglichst auch vieles über Klimaschutz und Klimawandel!“
Auch Schulleiterin Margrit Wolter hatte zu Anfang des Projektes betont: „Klimaschutz ist in aller Munde und das Projekt ´Klima macht Schule´ bringt all die Fragen auf unsere Ebene: Was können wir ganz konkret tun, um das Klima zu schützen?“
„Ziel ist es ebenfalls“, so Projekt-Mitarbeiterin Steffani Wirth von der Energieagentur Region Göttingen, „Schüler:innen und Lehrkräfte für den Klimaschutz durch Wissen, aber auch durch einen spielerischen und experimentellen Umgang mit den Themen zu sensibilisieren.“
Stefanie Schäfer vom Regionalzentrum Nord der EAM, die das Projekt mit allen 22 im Landkreis Göttingen teilnehmenden Grundschulen unterstützt, resümierte anlässlich der Adelebser Abschlussveranstaltung: „Die EAM unterstützt das Projekt ´Klima macht Schule´ seit Jahren, weil uns Nachhaltigkeit und Umweltschutz besonders am Herzen liegen. Bereits Kindern im Grundschulalter Themen wie Energiesparen näherzubringen, ist entscheidend für eine nachhaltige Zukunft.“
Ganz besonders freuten sich zum Schluss der Veranstaltung alle über das gemeinsame Pflanzen eines Baumes vor Ort. Auf einem neu gestalteten Hang des Außengeländes der Adelebser Grundschule wächst nun ein junger heimischer Spitzahorn. Der „Klima-macht-Schule-Baum“ wird in Zukunft bestimmt nicht nur Schatten im Sommer spenden, sondern auch ein natürlicher Klima-Schützer sein!
„Klima macht Schule“ wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutz Initiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.