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Legionellen in der Sporthalle Adelebsen

Freigabe der Sporthalle nach erfolgreicher Desinfektion

 

Kurz vor den Sommerferien wurde in der gemeindeeigenen Sporthalle ein Legionellenbefund nachgewiesen. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden die Kabinen gesperrt und Beseitigungsmaßnahmen ergriffen. Täglich wurden die Leitungen gespült und das Wasser auf 75°C erwärmt, um die Legionellen abzutöten. Die erneute Beprobung zeigte jedoch, dass nun auch in den Kaltwasserleitungen Legionellen zu finden waren.

 

Eine kompetente Beratung konnte in der Planungsgruppe Hildesheim GmbH gefunden werden. Schnell war ein Grund gefunden. Die Leitungen sind zu groß dimensioniert. Für den aktuell benötigen Wasserverbrauch in der Halle, muss der Leitungsdurchschnitt mindesten um zwei Drittel verkleinert werden. Die Planungsgruppe hat errechnet, dass 21 Entnahmestellen gleichzeitig eingeschaltet sein müssen, um die Leitung so zu spülen, dass die Legionellen keinen Lebensraum finden. Diese entwickeln sich schließlich im lauwarmen stehenden Wasser. So war auch schnell klar, dass die Warmwasserleitungen nicht gedämmt sind. Durch die erhöhte Temperatur von 75°C in den nicht isolierten Warmwasserleitungen, wurden somit die Kaltwasserleitungen derart erhitzt, dass sich die Legionellen dort ebenfalls ausgebreitet haben.

 

Aktuell wurde durch eine Fachfirma das gesamte System desinfiziert. Die ausgewertete Wasserprobe liegt nun der Verwaltung vor. Sie attestierte keinen Befund. Die große Sporthalle ist daher ab sofort wieder uneingeschränkt frei gegeben. Bedauerlicherweise ist wegen der baulichen Defizite jederzeit ein neuer Befall möglich. Daher wird durch den Bauhof in Absprache mit dem Gesundheitsamt mehrmals wöchentlich gespült. Neben den Arbeitsstunden der Bauhofmitarbeiter entstehen auch höhere Wasserkosten, insgesamt belaufen sich die jährlichen Kosten auf ca. 25.000 €. Die erste – nicht ganz ernst gemeinte Reaktion – des Bürgermeisters Holger Frase lautete: „Dann bieten wir Gratisduschen für die Bevölkerung an, dann sparen wir wenigstens die Personalkosten des Bauhofs“. Das dies keine dauerhafte Lösung sein kann, war auch den Ratsmitgliedern klar. Daher wurden für das Haushaltsjahr 2020 Gelder in Höhe von 150.000 € eingestellt. Eine Beseitigung der baulichen Mängel kann somit erfolgen und die dauerhafte Spülung durch den Bauhof dann auch eingestellt werden.

 

Holger Frase